Februar 2021 News Update

Nach der öffentlichen Kick-off Konferenz Ende Januar und vielen medialen Auftritten danach, haben uns viele Projekt-Interessierte kontaktiert. Sie baten um weitere Informationen über das LIFEstockProtect-Projekt, die geplanten Schulungen und Freiwilligenaktivitäten. Dies motivierte das LIFEstockProtect-Team, bei der Koordination der Herdenschutzkompetenzzentren und des Freiwilligennetzwerks noch schneller voranzukommen. Außerdem wurde das Datensammeln für die meisten vorbereitenden A-Maßnahmen abgeschlossen oder es steht kurz vor dem Abschluss. Und das Kommunikationsteam hat aufregende Neuigkeiten: Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren!

Herdenschutz Kompetenzzentren und Spürhunde Trainings

In der gesamten Projektregion werden sogenannte Herdenschutzkompetenzzentren eingerichtet. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um landwirtschaftliche Betriebe, die während und nach dem Projektzeitraum bestimmte Anforderungen hinsichtlich Standort, Zugänglichkeit, Nutztiere und Verfügbarkeit erfüllen. Im Februar definierte das LIFEstockProtect-Team die spezifischen Kriterien für die Kompetenzzentren und bestätigte bereits die Teilnahme vieler Betriebe, die uns kontaktiert haben. Sie werden die zentrale Anlaufstelle für die Herdenschutzschulungen und Fence Labs sein, um Herdenschutzmaterialien zu testen. Ihr Aufwand wird natürlich entschädigt.

Je nach verfügbarem Nutztieren und Weidetyp finden in den Kompetenzzentren unterschiedliche Schulungen statt. Wir möchten, dass jede interessierte Peron an den verschiedenen Herdenschutzschulungen teilnehmen kann. Deshalb sorgen wir für eine gleichmäßige Verteilung der Kompetenzzentren innerhalb der Projektregion Österreich, Bayern und Südtirol. Die Eigentümer der ausgewiesenen Kompetenzzentren werden aktiv an den in ihren Betrieben durchgeführten Herdenschutzschutzschulungen beteiligt sein. Auf diese Weise lernen sie auch von Experten und können schließlich ihre eigenen Schulungen durchführen und aktiv effektiven Herdenschutz in ihrer Region fördern.

Auch an anderer Front haben wir große Fortschritte gemacht: Die von Naturschutzhunde durchgeführten Scat-Dog-Trainings (Spürhunde Trainings) beginnen bald! Die Curricula wurden fertiggestellt und wir sind jetzt dabei, die Möglichkeit der Ausbildung mit interessierten Personen zu teilen. Am Mittwoch, dem 3. März 2021, werden sie in einem Koordinierungstreffen über die Einzelheiten der Ausbildung informiert. Sind Sie auch interessiert? Wir haben noch ein paar Plätze in dem Meeting frei (weitere Details unten).

2021wed03mar19:0021:00Virtual EventCoordination meeting Scatdogs19:00 - 21:00(GMT+01:00) View in my time Event Organized By: NATURSCHUTZHUNDE

LIFEstockProtect Podcast kommt bald

Podcasting ist ein Medium, das in den letzten Jahren sehr populär geworden ist. Es ist eine großartige Möglichkeit, Fachwissen und wertvolle Informationen auf interaktive Weise auszutauschen. Und es kann über viele verschiedene Kanäle zugegriffen werden, egal wo Sie sich befinden. Wäre es nicht großartig, wenn man beim Fahren, Kochen oder Spazierengehen etwas über den Herdenschutz lernen könnte? Das haben wir uns auch gedacht! Aus diesem Grund entwickelt das LIFEstockProtect-Kommunikationsteam derzeit ein Konzept für einen LIFEstockProtect-Podcast. Wir wollen schon im Sommer 2021 starten. Wie man in der Podcast-Welt sagt: stay tuned!

A Maßnahmen Fortschritte

Im Rahmen der A4 Maßnahmen hat das Aktionsteam Daten zu bestehenden Herdenschutzschulungen in der Projektregion gesammelt. Diese Daten werden zur Entwicklung projekteigener Schulungen verwendet. Wir werden auf den Best-Practices aktueller Schulungen aufbauen und Lücken in den verschiedenen Projektregionen ausfüllen. Interessanterweise konnten die meisten Schulungen in Italien gefunden werden. Dies ist ein gutes Indiz dafür, dass die geplanten Schulungen insbesondere in Österreich und Deutschland einen großen Mehrwert bringen werden. Die Curricula für die bevorstehenden Schulungen werden im Laufe der nächsten Monate auf der Grundlage der gesammelten Informationen entwickelt.

Im Februar haben auch alle Partner zur Stakeholder-Analyse beigetragen. Gemeinsam haben wir Hunderte von Stakeholdern in der Projektregion identifiziert, die nun aktiv in das Projekt einbezogen werden. Diese vorläufige Analyse wird verwendet, um interessierte Personen im Verlauf des Projekts zu thematischen Stakeholder-Workshops einzuladen. Dies ist natürlich ein dynamischer Prozess, was bedeutet, dass die Stakehodler-Datenbank regelmäßig aktualisiert wird.

LIFEstockProtect in den News im Februar 2021

Podcast Land und Leben – das Magazin für Landwirtschaft: Interview mit Julia Stauder von Eurac Research

01/02/2021 Bioland Journal
09/02/2021 Kleine Zeitung
10/02/2021 Eurac Research
02/2021 Österreichische Hundezeitung

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Januar 2021 News Update

Der erste Monat des neuen Jahres war ein arbeitsreicher. Wir haben begonnen, Daten für die Stakeholder-Analyse zu sammeln (vorbereitende Maßnahme A2), haben an Online-Veranstaltungen zum Herdenschutz in Österreich und Italien teilgenommen und schließlich unsere erste öffentliche Online-Konferenz mit mehr als 500 Teilnehmern organisiert und erfolgreich abgehalten.

Online-Events – die neue Art sich zu vernetzen

Am 13. Januar organisierte die Naturschutzakademie ein Webinar zum Thema Herdenschutz. Es ging um den allgemeinen Bedarf von Herdenschutzmaßnahmen in Österreich und praktische Tipps zur Umsetzung. An der Veranstaltung nahmen mehrere LIFEstockProtect-Partner teil, was zu einem interessanten Austausch von informationen führte und die Grundlage für fruchtbare zukünftige Kooperationen bildete.

Am 16. Januar fand die Online-Konferenz Fauna 2021 zum Thema „Der Wolf in Italien: aktuelles Wissen und Zukunftsaussichten“ statt. Dabei präsentierten namhafte Fachexperten aus ganz Italien den letzten Stand der Forschung auf diesem Gebiet. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch das Projekt LIFEstockProtect präsentiert. Der Ansatz „vom Bauern für den Bauern“ erhielt dabei weiten Zuspruch und weckte Interesse bei den Teilnehmern der Konferenz. Unter den neun geladenen Sprechern war auch Piero Genovesi. Er ist der Geschäftsführer von ISPRA (Höheres Institut für Umweltschutz und Umweltforschung), der den laufenden Stand des ersten nationalen Wolfsmonitorings in Italien präsentierte. Im April werden dazu erste Ergebnisse erwartet.

Simone Angelucci, Veterinärmediziner im Nationalpark Majella, Abruzzen berichtete, wie Viehzüchter im Nationalpark mitten in den Apenninen gelernt haben, ihre Herden effizient zu schützen. Das ist vor allem interessant weil die Region eine der höchsten Wolfsdichten weltweit hat. Siehe dazu auch den Bericht von unserer Reise nach Majella im Oktober 2020 um mehr über die SItuation zu erfahren. Er betonte, dass es keine universelle Lösung gibt, Herdenschutz aber effektiv ist, sofern die Bauern auch die nötige fachliche und finanzielle Unterstützung erhalten. Duccio Berzi, Experte im Naturschutz und Wildtiermanagement, berichtet von neuen proaktiven Herdenschutzmaßnahmen mit GPS Halsbändern. Diese werden gerade in der Region Veneto getestet. Dabei werden Viehhalter per SMS informiert werden, sobald sich ein Wolf seiner Herde nähert.

Online Alpine Herdenschutzkonferenz

Schließlich haben wir den Monat mit dem offiziellen öffentlichen Auftakt des LIFEstockProtect-Projekts, mit der ersten mehrsprachigen alpinen Herdenschutzkonfernez, abgeschlossen. Mehr als 500 Personen aus 29 verschiedenen Ländern nahmen an der Veranstaltung teil. Ein sehr praktischer Fokus prägte die Veranstaltung. Vier Nutztierbesitzer aus Österreich, Deutschland und Italien tauschten ihre Erfahrungen und Tipps aus, warum und wie erfolgreiche Herdenschutzmaßnahmen umgesetzt werden können. Haben Sie die Konferenz verpasst? Sie können die Aufzeichnung auf Youtube ansehen und die Präsentationen der Sprecher und das Q&A hier herunterladen.

Abgerundet wurde der Tag durch eine Online-Pressekonferenz, die nach der Veranstaltung zu zahlreichen Presseberichten führte. Hier können sie ein paar unserer Favoriten von RTL, Bioland, Tiroler Tageszeitung, und BR24 lesen.

27/11/2021 RTL
27/01/2021 Tiroler Tageszeitung
27/11/2021 BR 24
27/01/2021 Bioland

Danke für diesen sehr interessanten Morgen. Ein Kompliment an die Organisation! Ich freue mich schon auf die nächsten 5 Jahre.

Andrea E.
Konferenzteilnehmer

Ein erstes Quartal mit vielen Erfolgen

Die ersten vier Monate von LIFEstockProtect endeten mit einem Projektbesuch von NEEMO. Am ersten Tag des Treffens stellten die Begünstigten den Fortschritt der vorbereitenden A-Maßnahmen sowie die umfassende Berichterstattung in Presse und sozialen Medien vor. Allein in den ersten vier Monaten haben wir 64 Presseauftritte gezählt. Das erste Quartal eines Projekts besteht normalerweise aus dem Aufbau der Managementstruktur und der Administration. Darüber hinaus hat das LIFEstockProtect-Projekt alle vorbereitenden A-Maßnahmen initiiert und sogar einige davon fast abgeschlossen. So befindet sich beispielsweise die Entwicklung eines von Naturschutzhunde entwickelten Trainingsprotokolls für Spürhunde in der Endphase.

Auch bei unserer Stakeholder-Analyse haben wir große Fortschritte erzielt. Basierend auf den Erfahrungen früherer Projekte wie LIFE WolfAlps EU hat das A2-Aktionsteam unter der Leitung des Naturschutzbund Österreich eine umfangreiche Stakeholder-Matrix für die Projektregion entwickelt. Wir möchten herausfinden, wer die wichtigsten Stakeholder sind, indem wir sie nicht nur nach ihrer Bedeutung und ihrem Einfluss auf das Projekt, sondern auch nach ihrem Grad der Vernetzung mit anderen Stakeholdern einstufen. Auf diese Weise können wir eine Netzwerkmatrix des Herdenschutzes erstellen, die letztendlich die Umsetzung von effektiven Maßnahmen erleichtern wird.

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Herdenschutzkonferenz: 500+ Teilnehmer

Die erste mehrsprachige alpine Herdenschutzkonferenz fand am 26. Januar online statt. Diese Konferenz war der offizielle öffentliche Auftakt des LIFEstockProtect-Projekts. Insgesamt nahmen fast 500 Teilnehmer an der Veranstaltung teil und viele weitere folgten den Livestream auf unserer Facebook-Seite. Ein großer Erfolg! Durch simultane Übersetzung der deutschen Konferenz ins Italienische und Englische konnten europaweit Menschen teilnehmen. Vier Herdenschutz Erfahrene – Landwirte aus Italien, Österreich und Deutschland – teilten ihre Erfahrungen und ihr Fachwissen im Bereich Herdenschutz. Das Publikum war sehr interessiert an dem Inhalt der Konferenz und stellte viele Fragen. Zum Abschluss eines großartigen Tages begrüßte das LIFEstockProtect-Team außerdem 55 Journalisten in einer Online-Pressekonferenz.

Die Sprecher: erfahrene Landwirte

Das LIFEstockProtect-Projekt ist einzigartig, da es ein Projekt von, für und mit landwirtschaftlichen Organisationen ist. Die beteiligten Landwirtschaftsorganisationen, an erster Stelle BIOAUSTRIA Niederösterreich und Wien als koordinierender Begünstigter, ergreifen die Initiative des Herdenschutzes im deutschsprachigen Alpenraum. So hatte auch die erste von vier Herdenschutzkonferenzen einen sehr praktischen Schwerpunkt. Die Referenten uns teilten ihre Erfahrungen mit dem Herdenschutz mit und gaben wertvolle Einblicke, warum und wie der Herdenschutz dazu beiträgt die Koexistenz zwischen Menschen und großen Beutegreifern zu fördern.

René Gomringer aus Bayern, ehemaliger Direktor des Schafzhalterverbandes, berichtete dem Publikum über die Herausforderungen bei der Einführung von Herdenschutzmaßnahmen und wie dies zu seiner Entscheidung führte, das Schafbüro zu gründen. Derzeit berät er Nutztierbesitzer unter anderem zum Herdenschutz. Seine Erfahrung ist eine wertvolle Beitrga zum Projekt. Anschließend teilte Fabio Boni seine Erfahrungen mit der Zusammenarbeit mit Freiwilligenum Tiere zu schütze, im Rahmen des Pasturs-Projekts. Es war interessant, Einblicke in die Arbeit eines Hirten in Italien, die damit verbundenen Herausforderungen und die Vorteile von Freiwilligen zu bekommen.

Schließlich teilten der Schafbauer Walter Schmiedhofer aus der Steiermark in Österreich und der Hirte Thomas Schranz aus Tirol ihre Sichtweisen bezogen auf den Herdenschutz. Walter hat gerade mit der Umsetzung von Schutzmaßnahmen begonnen, während Thomas hingegen Erfahrung in verschiedenen Gebieten, verschiedenen Maßnahmen und sogar mit Freiwilligen gesammelt hat. Ihre unterschiedlichen Einblicke abe kohärente Meinung über die Wirksamkeit von Herdenschutzmaßnahmen rundeten eine erfolgreiche Konferenz ab.


Beeindruckende Zahlen und positives Feedback


Insgesamt nahmen mehr als 500 Personen aus ganz Europa an der Konferenz teil. Durch das Live-Streaming der Konferenz auf Facebook konnten 5200 zusätzliche Zuschauer erreicht werden. Natürlich kam die Mehrheit der Teilnehmer aus Österreich, Italien und Deutschland. Mehr als ein Drittel kam jedoch aus 26 anderen Ländern, darunter die Niederlande, Portugal, Spanien, Griechenland, die USA und sogar Island!

Im Hintergrund beantowrtete das LIFEstockProtect-Team über 200 Fragen schriftlich in Deutsch, Italienisch und Englisch. Die Fragen konzentrierten sich hauptsächlich auf den praktischen Aspekt des Herdenschutzes. Das Publikum bat um Rat, zusätzliche Informationen zu Herdenschutzschulungen und fragte sogar an, mit dem Projekt zusammenzuarbeiten. Dies versicherte uns, dass das Thema Herdenschutz wichtiger denn je ist und dass die Projekt-Stakeholder und sogar die breite Öffentlichkeit solche Veranstaltungen sehr schätzen.

Nach der Mittagspause beantwortete das gesamte LIFEstockProtect-Team alle ausbleibenden Fragen in der Pressekonferenz. 55 Journalisten und Interessierte Personen konnten Projekt- und regionenspezifische Fragen stellen. Dies führte natürlich zu viel Berichterstattung in der Presse. Die besten Artikel finden Sie in unserem News-Bereich hier.

Haben Sie die Konferenz verpasst? Sie können die Aufzeichnung auf unserem Youtube-Kanal ansehen und die Präsentationen der Redner und die Fragen und Antworten hier herunterladen:

LIFEstockProtect overview
Thomas Schranz
Walter Schmiedhofer
René Gomringer
Q&A Livestock Protection Conference

Schließlich äußerten die Teilnehmer auch ihr positives Feedback zu der Veranstaltung und wie sie strukturiert war. Es wurde bestätigt, dass sich die Bemühungen, Simultanübersetzungen anzubieten, gelohnt haben und dass dies nicht die letzte Online-Konferenz sein wird, die LIFEstockProtect organisieren wird. Im Folgenden teilen wir mit Ihnen das Feedback, das wir erhalten haben:

Congratulations on the webinar and the translation. I hope to be able to watch the next one.” Gloca C. (Portugal)

„Vielen Dank für die Konferenz, war sehr informativ und sehr gut geführt.“ Marco S.

„Meinen Glückwunsch zur gelungenen Konferenz. Es war gut zu sehen, dass es technisch möglich ist, eine Präsenzveranstaltung in gleichwertiger Umsetzung als Videokonferenz durchführen zu können.“ Michael G.

„Danke für die spannende Konferenz! Weiter so! Viel Erfolg!“ Mirjam S.

„Ich bedanke mich für die Konferenz und die möglichkeit das alle Interessierten daran öffentlich teilnehmen durften. Auch wenn natürlich aufgrund der Komplexität des Herdenschutzes nicht alle Fragen beantwortet werden konnten war der Einblick sehr informativ. Auch die Moderation sowie die Dolmetscherfunktion war sehr gut. Würde mich auf weitere Aktivitäten dieser Art u.a. sehr freuen. Liebe Grüße aus Norddeutschland und einem Wolfsgebiet.” Anja F.

“Danke für die interessante Konferenz! Freue mich auf mehr Infos aus dem Projekt und bin gespannt auf eure Erfahrungen.” Marion E.

“Vielen Dank für den interesannten Vormittag! Kompliment an die Organisation! Ich freue mich auf die nächsten 5 Jahre. Grüße aus den Niederlanden.” Andrea E.

“Good luck with your work – we hope to include some good results in Carnivore Damage Prevention News.” Robin R.

“Vielen Dank an alle Organisatoren und Beitragendenden!” Carol G.

“Als heutiger Teilnehmer möchte ich an alle Vortragenden und an die Ausrichter ein großes Lob aussprechen! Danke!” Harald R.

“Das war sehr spannend und interessant, vielen Dank fürs Teilen.“ Jolanda T.

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November 2020 news update

Das Jahr ist fast vorbei und in der Zwischenzeit hat das LIFEstockProtect-Projekt Momentum gewonnen. Im November meldet das Projekt 27 Aktivitäten, wobei alle 17 Begünstigten involviert waren. Aufgrund des aktuellen Status der Pandemie fanden die meisten Aktivitäten online statt, was jedoch keinen Einfluss auf ihren Erfolg hatte. Im Gegenteil: Noch mehr Menschen konnten telnehmen! Außerdem analysierte das Kommunikationsteam die bisherige Medienpräsenz von LIFEstockProtect und die Ergebnisse waren beeindruckend.

Konferenzen, Präsentationen und Meetings!

Der Verein Natuschutzhunde veranstaltete Mitte November eine Online-Konferenz für Mitglieder, Partner, Interessenten und Multiplikatoren. Die Vorsitzende stellte 60 Teilnehmern LIFEstockProtect mit einem Schwerpunkt auf der Rolle von Spürunden vor. Die Konferenz befasste sich einerseits mit den Faktoren, die eine erfolgreiche Arbeit mit Spürhunden beeinflussen, und andererseits mit ihrer Rolle bei der Aufklärung von Naturschutzkriminalität. Die Redner erklärten zum Beispiel, wie Wind, Temperatur und körperliche Belastung sowie die frühzeitige Förderung von Welpen die Arbeit beeinflussen können. Herdenschutzhunde spielen eine weitere wichtige Rolle im erfolgreichen Herdenrschutz. Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Herdenschutzhunde ihre Nutztierherde schützen und wie sie ausgebildet werden? Dann schauen Sie sich diese beiden Dokumentarfilme an.

Der Naturschutzbund Österreich stellte das Projekt auf der Jahrestagung des Vorsitzes vor. Insbesondere ging es um die geplante Stakeholder-Analyse (Aktion A.2)und die thematischen Workshops (Aktion C.3) aus. Für beides fragten sie auch regionale Gruppen des Naturschutzbunds Österreich um Input. Sie hielten auch eine Filmpräsentation ab, die natürlich den Covid19 Regelungen entsprach und den Film “Rückkehr der Wölfe” vorführte. Nach dem Film tauschten sie Informationen über Wölfe in Österreich aus und präsentierten dem Publikum LIFEstockProtect. Es war eine erfolgreiche Veranstaltung, um wertvolle Kontakte zu verschiedenen Interessengruppen wie Tierärzten, Nutztierbesitzern und Naturschützern herzustellen.

EURAC hielt im Wissenschaftsmuseum in Bozen einen Vortrag über die Touristenumfrage von 2018 und gab einen Ausblick auf die Maßnahmen von LIFEstockProtect, die darauf abzielen, die Koexistenz von Tourismus- und Herdenschutzmaßnahmen durch praktischer Tools wie Workshops und Exkursionen zu verbessern. Sie nahmen auch zusammen mit der European Wilderness Society an einem Treffen mit der Fachschule Salern teil, das im Rahmen der geplanten Herdenschutzschulungen die Entwicklung eines offiziellen Zertifizierungssystems für Hirten in Südtirol initiierte.

Die Bioland Beratung GmbH und Bioland Bayern haben LIFEstockProtect dem Fachausschuss Schaf und Ziege vorgestellt. Der Ausschuss besteht aus erfahrenen Schaf- und Ziegenhaltern, der Richtlinien, politische und landwirtschaftliche Entwicklungen erörtert.

Stefanie Morbach wurde engagiert um BUND Naturschutz Bayern mit dem Projekt zu unterstützen.

Networking mit anderen LIFE Projekten

BIOAUSTRIA Niederösterreich und Wien und die European Wilderness Society nahmen am zweiten Teil des Begrüßungstreffens von EASME und NEEMO für alle LIFE-koordinierenden Begünstigten neu genehmigter Projekte teil. Sie hatten die Gelegenheit, LIFEstockProtect anderen LIFE Nature-Projekten vorzustellen, die sich auf verschiedene Tierarten konzentrieren (LIFE Beavers, LIFE SYSEL, LIFE Bears with Future, LIFE LYNXCONNECT). Weitere Informationen zum Meeting finden Sie in diesem Blogbeitrag.

Darüber hinaus nahm das Kommunikationsteam Kontakt mit anderen LIFE-Projekten außerhalb der Projektregion auf, unter anderem mit WolfBoreal und LIFE SWiPE, um wertvolle Verbindungen für zukünftige Kooperationen herzustellen.

Intern haben alle Begünstigten zusammengearbeitet, um die offizielle Kick-off Konferenz im Januar zu organisieren. Das wird bestimmt eine aufregende Veranstaltung und alle interessierten Personen sind zur Teilnahme eingeladen. Wir werden von praktischen Erfahrungen der Nutztierhaltern in Österreich, Bayern und Südtirol hören. Interessiert? Wir werden bald weitere Details teilen. Sie können sich für unseren Newsletter anmelden, um sicherzustellen, dass Sie keine Neuigkeiten verpassen. Sie machten auch Fortschritte bei allen vorbereitenden A Maßnahmen. Im Rahmen der Maßnahme A.2 wird beispielsweise eine vom Naturschutzbund Österreich koordinierte Stakeholder-Analyse durchgeführt, für die projektinternes Fachwissen genutzt wird, um fundierte wissenschaftliche Methoden zur Entwicklung einer Stakeholder-Matrix und eines Engagement-Plans anzuwenden.

LIFEstockProtect in den News

Über das Projekt wurde bereits ausführlich in den Nachrichten berichtet! Seit Beginn des Projekts im September bis Ende November haben wir mehr als 70 Zeitungen, Magazine und Social-Media-Auftritte registriert – zu viele, um sie alle zu teilen. Aus diesem Grund haben wir eine nachrichtenspezifische Seite erstellt, um mit Ihnen unsere interessantesten Presseauftritte zu teilen. Sie können sie hier finden, viel Spaß beim Lesen!

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Präsentation von LIFEstockProtect im zweiten Teil des LIFE19 Willkomens-Meetings

Die zweite Sitzung des LIFE19 Willkommens-Meetings fand diese Woche mit mehr als 200 Teilnehmern statt. An diesem von EASME und NEEMO organisierten Meeting nahmen sowohl der koordinierende Begünstigte BIO AUSTRIA Niederösterreich & Wien, als auch die European Wilderness Society teil. Bei diesem Treffen werden die koordinierenden Begünstigten neu genehmigter LIFE-Projekte gebeten, sich gegenseitig ihr Projekt vorzustellen und sich mit der Agentur EASME vertraut zu machen, die das LIFE-Programm im Auftrag der Europäischen Kommission koordiniert.

Ausblick auf die nächste Periode des LIFE-Programms

Das Jahr 2020 markiert das letzte Jahr des laufenden Finanzierungszeitraums für LIFE-Projekte. Das Programm wird derzeit von Experten überarbeitet und in naher Zukunft veröffentlicht. In den Eröffnungsreden teilte der Referatsleiter Angelo Salsi (EASME) uns einige interessante Details und Erfolge der LIFE-Projekte mit, die vom LIFE-Programm finanziert werden. Danach folgte eine Präsentation von Frank Vassen von der Abteilung Generaldirektion Umwelt – Natur. Herr Vassen gab einen Einblick in die Pläne der Europäischen Kommission bezüglich der neuen EU-Biodiversitätsstrategie 2030 und welche neuen Schwerpunktthemen in den kommenden Jahren wichtig sein werden.

Präsentation von LIFEstockProtect

Nach diesen ersten Präsentationen wurden die Teilnehmer in verschiedene Breakout-Räumen verteilt, um ihre eigenen Projekte anderen vorzustellen. Das LIFEstockProtect-Projekt teilte seinen Breakout-Raum mit folgenden inspirierenden LIFE-Projekten, die sich auf verschiedene Säugetierarten konzentrieren:

LIFE BEAVER, koordiniert vom Institute for Conservation of Natural Heritage (LUTRA), konzentriert sich auf den europäischen Biber. Der Biber war in Slowenien und Kroatien seit zwei Jahrhunderten lokal ausgestorben und kolonisiert nun seine ursprünglichen Lebensräume neu. In diesen beiden Ländern hat er einen günstigen Erhaltungszustand. Aber aufgrund seiner langen Abwesenheit wird der Biber dort heute als „neue“ Art und sogar als Schädling betrachtet, wobei Konflikte auftreten als die Populationsgröße zunimmt. Die Projektpartner werden das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Rückkehr des Tieres stärken und seine positiven Auswirkungen auf die Umwelt hervorheben. Dies wird die öffentliche Akzeptanz des Bibers sicherstellen und eine positive Einstellung gegenüber der Art schaffen. Das Projekt wird auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Slowenien und Kroatien stärken, um Best-Practices auszutauschen und das Management der Population zu synchronisieren.

LIFE BEARS WITH FUTURE, koordiniert von der Fundación Oso Pardo, beschäftig sich mit der stetig wachsende Braunbärenpopulation in den Kantabrischen Bergen, wobei der Klimawandel eine ernsthafte Herausforderung für dessen Erhaltung darstellt da er den Winterschlaf der Bären erschwert. Das LIFE-Projekt wird daher sicherstellen, dass Bären über ausreichende Ressourcen verfügen, indem Kastanien- und Obstbäume und Sträucher gepflanzt, sowie Land gekauft und Vereinbarungen mit Landbesitzern für deren Anbau getroffen werden. Das Projekt wird sich auch mit Konflikten befassen, die durch die kürzere Überwinterungsperioden entstehen, und eine umfangreiche Informationskampagne durchführen.

LIFE LYNXCONNECT, koordiniert von der andalusischen Consultancy für Landwirtschaft, Fischerei und nachhaltige Entwicklung. Dieses Projekt befasst sich mit dem Iberischen Luchs (Lynx pardinus), der in der Roten Liste der IUCN als „stark gefährdet“ aufgeführt ist. Seine genetische Vielfalt gehört zu den niedrigsten, die je für eine Art gezeigt wurde, wobei die derzeitigen Migrationsraten nicht ausreichen, um den Fortbestand der Art zu gewährleisten. Das Projekt zielt darauf ab, sowohl die Gesamtpopulationsgröße als auch die Konnektivität zwischen den einzelnen iberischen Luchspopulation zu erhöhen, um eine lebensfähige Gesamtpopulation sicherzustellen und die Art auf IUCN „gefährdet“ herunterzustufen. Das Projektteam wird vier bestehende Populationen verbinden und zwei neue schaffen, indem es in Gefangenschaft gezüchtete Individuen ansiedelt und Lebensraum ‘stepping stones’ schafft, um den Genfluss zwischen ihnen zu fördern. Die Maßnahmen werden auch die nicht natürliche Sterblichkeit verringern, indem Straßenkreuzungen sicherer gemacht, landwirtschaftliche Strukturen wie Hühnerställe repariert und Vereinbarungen zwischen Landbesitzern, Jägern und Landwirten getroffen werden, um Konflikte zu verringern.

LIFE SYSEL, koordiniert von der Regional Association for Nature Conservation and Sustainable Development, dreht sich um die europäische Ziesel. Einst war es in Mittel- und Osteuropa weit verbreitet, aber die Population und der Lebensraum der europäischen Ziesel nimmt stetig ab. Das LIFE-Projekt wird diesen Rückgang mit Grünlandbewirtschaftung entgegenwirken, um der Art einen geeigneten Lebensraum zu bieten und ihre fragmentierten Standorte wieder miteinander zu verbinden, um so ihre genetische Vielfalt zu verbessern. Es wird auch die Gefahr von Raub und mangelnder Nahrungsmittelversorgung bekämpfen, indem Kisten sowie Stein- und Holzpfähle installiert und gleichzeitig bevorzugte Pflanzen anbaut werden. Es wird auch Replikationen des Projekts über das ursprüngliche Zielgebiet im Nordwesten seines Verbreitungsgebiets hinaus fördern.

Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung des LIFE-Programms, um das LIFEstockProtect-Projekt in die Praxis umzusetzen. Wir freuen uns darauf, unsere Erfahrungen mit anderen relevanten LIFE-Projekten zu teilen und umgekehrt daraus zu lernen.

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Oktober 2020 News Update

Im letzten Monat sind in LIFEstockProtect viele interessante Dinge passiert, daher möchten wir die Neuigkeiten mit Euch teilen! Im Oktober wurden neben einer weiteren aufregenden Reise in den Majella-Nationalpark erste Meetings zu den verschiedenen A Maßnahmen abgehalten, die Datenerfassung gestartet und unsere Website ist nun auch endlich in Italienisch verfügbar.

News Überblick

Die European Wilderness Societyund EURAC kehrten zusammen mit drei österreichischen Hirten in den Majella-Nationalpark zurück. Ziel dieser Reise war es, Erfahrungen mit Hirten vor Ort über Herdenschutz auszutauschen. Da die Apenninen in Mittelitalien eine der Regionen in Europa darstellt, in denen Wölfe nie verschwunden sind, ist der Austausch über bewährte Verfahren für eine ähnliche Umsetzung im deutschsprachigen Raum der Alpen von entscheidender Bedeutung. Das Team besuchte einen Schaf- und Ziegenbauern, der mehr als 1400 Tiere besitzt, die von 24 Viehhunden geschützt werden; einen Kuhbauern, der erklärte, wie die Kühe instinktiv mit der Anwesenheit von Wölfen in der Region umgehen; und ein junges Paar, das erst vor drei Jahren eine eigene Ziegenfarm gestartet hat. Mehr über die Reise könnt ihr hier lesen.

Die Arbeitsgruppe für die vorbereitende Maßnahmen A.2 (Stakeholder-Analyse), bestehend aus Naturschutzbund Österreich, EURAC, Umweltdachverband Österreich, ELIANTE und BUND Naturschutz Bayern, traf sich in einem ersten Online-Meeting. Anna Crimella (ELIANTE) teilte ihre Erfahrungen, da sie bereits seit vielen Jahren Stakeholder-Aktivitäten durchführt. Anschließend wurde in Zusammenarbeit mit dem anderen LIFE-Projekt LIFEWolfAlps EU ein Entwurf für das Stakeholder-Mapping entwickelt. In den nächsten Wochen und Monaten werden die Partner weiterhin relevante Basisinformationen sammeln, um einen Lobby-Netzwerkplan zu erstellen, der dann für ein effektives Stakeholder-Engagement verwendet wird.

Naturschutzhunde hatte Anfang Oktober nach einem spannenden Hundetrainingwochenende in Ansfelden ein Treffen und organisierte die Verwaltung für das Projekt. Auch bei den vorbereitenden Maßnahmen A.5 und A.6 machen sie große Fortschritte. Sie sammeln Trainingsprotokolle für Spürhunde von anderen Organisationen und Ländern und untersuchen welche Stakeholder an der geplanten Schulung teilnehmen möchte. Gemeinsam mit VetMedUni Wien, Österreichzentrum Bär, Wolf, Luchs, und ELIANTE, werden sie nach Möglichkeiten suchen, um Scatdog-Besitzer effektiv darin zu schulen, Losungen für die genetische Analyse im weiteren Verlauf des Projekts zu sammeln. Außerdem organisieren sie für Samstag den 14. November einen Online-Workshop, der interessante Einblicke in die verschiedenen Anwendungsbereiche von Spürhunden geben wird!

Das bayerische LIFEstockProtect-Team, bestehend aus Bioland Bayern, Bioland Beratung GmbH, BUND Naturschutz Bayern und OPUS, richtete ein wöchentliches Online-Jour-Fixe-Meeting ein, um den Projektfortschritt in der Region zu besprechen und die Datenerfassung für die vorbereitende Maßnahme A.3.

Die European Wilderness Society hat über verschiedene Plattformen effektive Kommunikationskanäle für alle Projektpartner eingerichtet und bestellt derzeit Marketingmaterial, das von allen Partnern während der gesamten Projektlaufzeit verwendet werden kann. Gemeinsam mit EURAC, haben sie auch die Projektwebseite aktualisiert. Sie steht jetzt in Deutsch, Englisch und Italienisch zur Verfügung!

Presseauftritte

Der Oktober war auch in Bezug auf Presseauftritte ein erfolgreicher Monat, insbesondere in den italienischen Medien! Hier ist eine Auswahl von Medienplattformen, die über LIFEstockProtect berichtet haben, mit einem direkten Link zum Artikel:

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Teilnahmen am LIFE19 Willkommens-Meeting

Anfang dieses Monats nahmen der koordinierende Partner BIO AUSTRIA Niederösterreich & Wien und der assoziierte Partner European Wilderness Society am LIFE19 Welcome Meeting teil. Normalerweise findet dieses Treffen in Brüssel am Hauptsitz von EASME statt. In diesem Jahr fand das Treffen jedoch aufgrund der Coronabeschränkungen online statt. Dieses Treffen ist dafür da alle neu genehmigten LIFE-Projekte zu begrüßen und die Teilnehmer in das Programm und seine Vorschriften einzuführen. Der zweite Teil dieses LIFE19-Begrüßungstreffens findet Mitte November statt. Dort werden wir LIFEstockProtect den anderen genehmigten LIFE-Projekten im Unterprogramm “Nature” vorstellen.

Das LIFE Programm, EASME und NEEMO

Das LIFE-Programm ist ein Finanzierungsinstrument der EU für Projekte im Bereich Umwelt und Klimaschutz. Es wurde 1992 gegründet und sein Budget ist mit jeder Förderperiode weitergewachsen. Der aktuelle Förderzeitraum 2014-2020 verfügt über ein Budget von 3,4 Milliarden Euro. Ein wesentlicher Teil davon entfällt auf das Unterprogramm Nature, worunter auch LIFEstockProtect fällt. Die Europäische Kommission hat die Exekutivagentur für kleine und mittlere Unternehmen (EASME) eingerichtet, um in ihrem Namen das LIFE-Programm zu verwalten. EASME verwaltet auch mehrere andere EU-Programme in Bezug auf Unterstützung und Innovation von kleinen und mittleren Unternehmen, Umwelt, Klimaschutz, Energie und maritime Angelegenheiten. Derzeit gibt es ca. 1.000 aktive LIFE-Projekte. Therefore EASME has an external monitoring team to evaluate the performance of the projects. NEEMO is responsible for this monitoring, and consists of a consortium of international experts from the European Economic Interest Grouping (EEIG).

Während des LIFE19-Welcome-Meetings stellten Angelo Salsi von EASME und Jan Silva von NEEMO den Teilnehmern ihre Organisationen vor. Ihre Kollegen teilten den Projektteilnehmern weitere Einzelheiten zu den Vorschriften für die Finanzverwaltung und Berichterstattung mit. Darüber hinaus haben wir effektive Wege und bewährte Verfahren besprochen, um Informationen über das Projekt an die breite Öffentlichkeit und wichtige Interessengruppen zu kommunizieren. Danach hatten wir Zeit für eine Fragerunde, um ein Paar der dringendsten Probleme zu behandeln, mit denen einige Begünstigte derzeit konfrontiert sind.

Für unser Projekt war es ein sehr nützliches Meeting! Natürlich war es gut, die Menschen hinter EASME und NEEMO besser kennenzulernen. Außerdem war es hilfreich, weitere praktische Tipps und Ratschläge zur Einhaltung der Programmbestimmungen zu erhalten. Wir freuen uns bereits auf den zweiten Teil des LIFE19-Welcome-Meetings, bei dem wir unser Projekt anderen LIFE19-Projekten online vorstellen werden.

Projekt Update: erste erfolgreiche Wochen

Seit dem Startdes Projekts LIFEstockProtect im September ist bereits viel passiert. Einerseits wurde vo jedem Partner das Projektmanagement und die Projektverwaltung eingerichtet. Auf der anderen Seite haben einige bereits begonnen, mit Stakeholdern zu kollaborieren, um auf die Ziele der verschiedenen Projektmaßnahmen hinzuarbeiten. Hier ist eine Zusammenfassung der Aktivitäten der ersten sechs Wochen:

Allgemeines Update

  • Alle Projektpartner nahmen am 22.und 23.Oktober an dem erfolgreichen zweitägigen Kick-off-Meeting teil. Dort haben wir uns mit Details der Projektorganisation, Verwaltung, Finanzmanagement und Kommunikation befasst. Zusätzlich haben wir die nächsten wichtigen Schritte geplant und mehrere Arbeitsgruppen eingerichtet, um die geplanten Maßnahmen in Angriff zu nehmen.
  • Das Projektmanagement-Team nahm am 7.und 8.Oktober am Welcome-Meeting des LIFE-Programmes teil. Während des Meetings hatten alle LIFE-Projekte, die im Jahr 2020 gestartet wurden, die Gelegenheit, ihr Wissen über Projektmanagementanforderungen, Finanzmanagement und Kommunikationsrichtlinien zu vertiefen.

Österreich

Italien

  • Das EURAC-Team besuchte einen Bauern auf der Seiser Alm. Gemeinsam reparierten sie einen Elektrozaun, um Schafe vor Wolfsangriffen zu schützen. Durch das Gespräch stellte sich heraus, dass der Bauer bereits viel mit verschiedenen Arten von Zäunen und Toren experimentiert hatte. Sein Stück Land befindet sich in einem touristischen Gebiet, was zu Konflikten führen kann, beispielsweise wenn Besucher die Tore nicht richtig schließen. Der Bauer ist daran interessiert, am so genannten LIFEstockProtect ‘fence-lab’ teilzunehmen, um sein Wissen zu teilen und bei der Entwicklung neuer und besserer Hilfsmittel zum Schutz der Tiere zu helfen.
  • Die European Wilderness Society besuchte den Majella Nationalpark, um mehr über die Forschungsarbeiten über Wölfe zu erfahren. Wölfe gibt es schon immer in der Gegend des Nationalparks, daher sind die Einheimischen daran gewöhnt im Miteinander zu leben. Die Forscher, die im Nationalpark arbeiten, erklärten uns wie sie Forschungen durchführen, um die Interaktion der Wildtiere mit Wölfen besser zu verstehen. Und natürlich noch viele weitere interessante Themen!

Deutschland

  • OPUS und BUND Naturschutz Bayern haben jeweils einen Projektmanager eingestellt.
  • BUND Naturschutz Bayern präsentierte das Projekt LIFEstockProtect dem Publikum der Jubiläumskonferenz „25 Jahre Nationalpark Unteres Odertal“ in Brandenburg.
  • Das bayerische LIFEstockprotect-Team hielt am 7.Oktober ein Online-Meeting ab, um wichtige Fragen zur Finanzierung, Verwaltung und Planung der Herdenschutz Kompetenzzentren zu klären.

LIFEstockProtect Kick-off Meeting

LIFEstockProtect, das größte und ehrgeizigste Herdenschutzprojekt im deutschsprachigen Alpenraum, hat einen erfolgreichen Start hingelegt. Nach der Genehmigungdes Projekts im Sommer, wurde es offiziell am 1. September 2020 gestartet. Der nächste Schritt war das Kick-Off-Meeting aller Partner, das letzte Woche stattfand. Aufgrund von Covid-Einschränkungen fand das Treffen online statt. Dies konnte jedoch nicht die Begeisterung aller Teilnehmer überschatten, dass das Projekt endlich begann.

Die Arbeit hat begonnen

Obwohl LIFEstockProtect gerade erst seinen ersten Monat des fünfjährigen Projektzeitraums abgeschlossen hat, haben die Arbeiten bereits begonnen und die ersten Hindernisse wurden überwunden. Viele Partner stellen neue Mitarbeiter ein oder haben bereits neue Mitarbeiter eingestellt, um das Projekt umzusetzen. Der Ausschreibungsprozess hat begonnen und der Erwerb von externem Fachwissen ist im Gange, was mit Material und Fachwissen zur Projektumsetzung beiträgt. Das Feedback vieler Teilnehmer hat das Interesse der Medien am Herdenschutz bestätigt. Einerseits hat ein Fernsehteam bereits in Tirol gedreht, um die Thematik in einem deutschen Dokumentarfilm aufzugreifen. Andererseits wurden schon vielen Interessengruppen kontaktiert.

Es war großartig, LIFEstockProtect endlich offiziell mit allen Partnern zu starten. Alle freuen sich darauf, mit der eigentlichen Arbeit zu beginnen und den Landwirten beim Herdenschutz zu helfen. Gleichzeitig war es beeindruckend, das Engagement und die Arbeit der Partner zu sehen, die sie bereits in diesem Sommer geleistet haben.

Max Rossberg- Projektmanager von LIFEstockProtect und Vorsitzender der European Wilderness Society

Einige der Beteiligten haben sogar ihre Sommerferien damit verbracht, das Projekt vorzubereiten. Außerdem besuchten einige die Almen, typische Sommerweiden in den Alpen, um sich ein Bild von möglichen Projektstandorten zu machen und sich mit betroffene Bauern zu unterhalten. Das Team der European Wilderness Society hat auch interssante Erfahrungen gemacht. Während des Kick-Off-Meetings waren zwei Mitarbeiter und drei Freiwillige in einem ländlichen Gebiet in Tirol, Österreich, um einem Schäfer mit dem „Almabtrieb“ zu unterstützen. Trotz Schnee, haben sie alle Schafe erfolgreich zurück ins Tal gebracht. Sie machten sich nach dem Meeting direkt auf dem Weg zurück in die Berge.

Die Teilnehmer nahmen an dem Meeting von über 13 verschiedenen Orten im gesamten Projektgebiet teil:

Die nächsten Schritte in LIFEstockProtect

In den folgenden Monaten werden sich die Projektpartner darauf konzentrieren, Arbeitsstrukturen für LIFEstockProtect einzurichten und die geplanten Maßnahmen zu starten. Dazu gehört das Sammeln von Informationen über den aktuellen Stand des Herdenschutzes in den deutschsprachigen Alpen und die Vorbereitung der Ausbildungs- und Herdenschutzschulungen, die im kommenden Frühjahr beginnen.

LIFEstockProtect genehmigt: Start 1.9.2020

Am 1. September startet unter der Führung von BIO AUSTRIA Niederösterreich/Wien das größte von der EU kofinanzierte Herdenschutzprojekt namens “LIFEstockProtect” in Österreich, Bayern, Südtirol.

LIFEstockProtect ist mit einem Budget von 5 Millionen Euro finanziert und richtet sich für eine Dauer von 5 Jahren an alle Nutztierhalter, egal ob es sich dabei um Rinder-, Kühe-, Schweine-, Geflügel-, Schafe-, Pferde- oder Ziegenhaltern handelt. Das Projekt wird unter der Federführung von BIO AUSTRIA Niederösterreich/Wien durchgeführt. Bei der Projektentwicklung wurde ein besonderes Augenmerk auf die Fachkompetenz von Herdenschutzexperten aus der Landwirtschaft sowie die Einbindung zahlreicher landwirtschaftlicher Organisationen, Umweltschutzverbänden und öffentlichen Einrichtungen gelegt.

Ein wichtiger Schwerpunkt ist zusätzlich die Entwicklung von Grundlagen für die Zucht und den Einsatz von Herdenschutzhunden sowie die besonderen touristischen Herausforderungen bei der Umsetzung von Herdenschutz. 

 „Mit Einreichung und Genehmigung stellen wir sicher, dass alles Nutztierhalter, ganz egal ob mit oder ohne Gründlandweideverpflichtung, ihrem Beruf trotz der Rückkehr der Beutegreifer nachgehen können.“  Otto Gasselich, Leadpartner und Obmann BIO AUSTRIA NÖ/W

Otto Gasselich
Leadpartner und Obmann BIO AUSTRIA NÖ/Wien

Das Projekt wird mehr als 1000 Nutztierhalter in allen Belangen von Herdenschutz schulen und ausbilden. Diese Aus- und Weiterbildungskurse wenden sich an alle Nutztierhalter, Herdenschutzberater, Tierärzte, Hirten, landwirtschaftliche Herdenschutzberater und behördliche Vertreter.

„Professionelle Aus- und Weiterbildung ist unverzichtbar für eine erfolgreiche Umsetzung von Herdenschutz im gesamten alpinen deutschsprachigen Raum. Deshalb werden die 180 Ausbildungskurse von erfahrenen landwirtschaftlichen Herdenschutzexperten durchgeführt.“

Max A E Rossberg
Projektmanager und Obmann European Wilderness Society

Die Auftaktveranstaltung ist unter Berücksichtigung der Auflagen durch COVID-19 für den November 2020 geplant. Drei weitere Herdenschutzkonferenzen werden in den Folgejahren durchgeführt. Die ersten von insgesamt 180 Schulungen und Workshops werden ab dem Frühjahr 2021 angeboten.

Pressemitteilung DE
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