Januar 2021 News Update

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Der erste Monat des neuen Jahres war ein arbeitsreicher. Wir haben begonnen, Daten für die Stakeholder-Analyse zu sammeln (vorbereitende Maßnahme A2), haben an Online-Veranstaltungen zum Herdenschutz in Österreich und Italien teilgenommen und schließlich unsere erste öffentliche Online-Konferenz mit mehr als 500 Teilnehmern organisiert und erfolgreich abgehalten.

Online-Events – die neue Art sich zu vernetzen

Am 13. Januar organisierte die Naturschutzakademie ein Webinar zum Thema Herdenschutz. Es ging um den allgemeinen Bedarf von Herdenschutzmaßnahmen in Österreich und praktische Tipps zur Umsetzung. An der Veranstaltung nahmen mehrere LIFEstockProtect-Partner teil, was zu einem interessanten Austausch von informationen führte und die Grundlage für fruchtbare zukünftige Kooperationen bildete.

Am 16. Januar fand die Online-Konferenz Fauna 2021 zum Thema „Der Wolf in Italien: aktuelles Wissen und Zukunftsaussichten“ statt. Dabei präsentierten namhafte Fachexperten aus ganz Italien den letzten Stand der Forschung auf diesem Gebiet. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde auch das Projekt LIFEstockProtect präsentiert. Der Ansatz „vom Bauern für den Bauern“ erhielt dabei weiten Zuspruch und weckte Interesse bei den Teilnehmern der Konferenz. Unter den neun geladenen Sprechern war auch Piero Genovesi. Er ist der Geschäftsführer von ISPRA (Höheres Institut für Umweltschutz und Umweltforschung), der den laufenden Stand des ersten nationalen Wolfsmonitorings in Italien präsentierte. Im April werden dazu erste Ergebnisse erwartet.

Simone Angelucci, Veterinärmediziner im Nationalpark Majella, Abruzzen berichtete, wie Viehzüchter im Nationalpark mitten in den Apenninen gelernt haben, ihre Herden effizient zu schützen. Das ist vor allem interessant weil die Region eine der höchsten Wolfsdichten weltweit hat. Siehe dazu auch den Bericht von unserer Reise nach Majella im Oktober 2020 um mehr über die SItuation zu erfahren. Er betonte, dass es keine universelle Lösung gibt, Herdenschutz aber effektiv ist, sofern die Bauern auch die nötige fachliche und finanzielle Unterstützung erhalten. Duccio Berzi, Experte im Naturschutz und Wildtiermanagement, berichtet von neuen proaktiven Herdenschutzmaßnahmen mit GPS Halsbändern. Diese werden gerade in der Region Veneto getestet. Dabei werden Viehhalter per SMS informiert werden, sobald sich ein Wolf seiner Herde nähert.

Online Alpine Herdenschutzkonferenz

Schließlich haben wir den Monat mit dem offiziellen öffentlichen Auftakt des LIFEstockProtect-Projekts, mit der ersten mehrsprachigen alpinen Herdenschutzkonfernez, abgeschlossen. Mehr als 500 Personen aus 29 verschiedenen Ländern nahmen an der Veranstaltung teil. Ein sehr praktischer Fokus prägte die Veranstaltung. Vier Nutztierbesitzer aus Österreich, Deutschland und Italien tauschten ihre Erfahrungen und Tipps aus, warum und wie erfolgreiche Herdenschutzmaßnahmen umgesetzt werden können. Haben Sie die Konferenz verpasst? Sie können die Aufzeichnung auf Youtube ansehen und die Präsentationen der Sprecher und das Q&A hier herunterladen.

Abgerundet wurde der Tag durch eine Online-Pressekonferenz, die nach der Veranstaltung zu zahlreichen Presseberichten führte. Hier können sie ein paar unserer Favoriten von RTL, Bioland, Tiroler Tageszeitung, und BR24 lesen.

27/11/2021 RTL
27/01/2021 Tiroler Tageszeitung
27/11/2021 BR 24
27/01/2021 Bioland

Danke für diesen sehr interessanten Morgen. Ein Kompliment an die Organisation! Ich freue mich schon auf die nächsten 5 Jahre.

Andrea E.
Konferenzteilnehmer

Ein erstes Quartal mit vielen Erfolgen

Die ersten vier Monate von LIFEstockProtect endeten mit einem Projektbesuch von NEEMO. Am ersten Tag des Treffens stellten die Begünstigten den Fortschritt der vorbereitenden A-Maßnahmen sowie die umfassende Berichterstattung in Presse und sozialen Medien vor. Allein in den ersten vier Monaten haben wir 64 Presseauftritte gezählt. Das erste Quartal eines Projekts besteht normalerweise aus dem Aufbau der Managementstruktur und der Administration. Darüber hinaus hat das LIFEstockProtect-Projekt alle vorbereitenden A-Maßnahmen initiiert und sogar einige davon fast abgeschlossen. So befindet sich beispielsweise die Entwicklung eines von Naturschutzhunde entwickelten Trainingsprotokolls für Spürhunde in der Endphase.

Auch bei unserer Stakeholder-Analyse haben wir große Fortschritte erzielt. Basierend auf den Erfahrungen früherer Projekte wie LIFE WolfAlps EU hat das A2-Aktionsteam unter der Leitung des Naturschutzbund Österreich eine umfangreiche Stakeholder-Matrix für die Projektregion entwickelt. Wir möchten herausfinden, wer die wichtigsten Stakeholder sind, indem wir sie nicht nur nach ihrer Bedeutung und ihrem Einfluss auf das Projekt, sondern auch nach ihrem Grad der Vernetzung mit anderen Stakeholdern einstufen. Auf diese Weise können wir eine Netzwerkmatrix des Herdenschutzes erstellen, die letztendlich die Umsetzung von effektiven Maßnahmen erleichtern wird.

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