Ein neues Tor für Gatterwild in Niederösterreich

Am 15. Juni fand der erste LIFEstockProtect Praxistag für Gatterwildschutz in Niederösterreich statt. Standort war Betrieb Wimmer, ein Herdenschutz-Kompetenzzentrum, das neben ein paar Ziegen, Pferden und Hühnern 23 Rehe in einem 2 ha großen Gehege auf zwei Koppeln hat. Etwa die Hälfte des Geheges ist von Wald umgeben, welcher eine ideale Deckung für große Beutegreifer darstellt. Mit Luchsen in der Umgebung ist eine artgerechte Sicherung des Geheges wichtig.

Zuerst wurde die Erde vorgebohrt und das Zaunmaterial auf den Koppeln verteilt. Die einfacheren Isolatoren wurden reingeschraubt; danach wurden bessere Isolatoren reingehämmert und mit U-Haken fixiert. Um vor Luchsen zu schützen, wurden 2 Litzen auf 20 und 40 cm verwendet. Dann kam der Torbau. Auf dem Gehege waren drei Tore, 2 davon regelmäßig in Benutzung, das andere nur 1 – 2 mal im Jahr. Für die Elektrifizierung wurde das Kabel festgezogen und darauf die Technik angeschlossen. Neben dem steilen Gelände lag die größte Herausforderung bei der Erdung, da im Boden zu viel Gestein lag. Um dies zu lösen wurde ein Metallband in die Erde gelegt. Insgesamt hat der Zaunbau 5 Stunden gedauert, mit einer kleinen Kaffeepause dazwischen.

Nach dem langen Tag haben die zufriedenen Teilnehmenden ein köstliches Abendessen mit Brot, Nudelsalat und Bier zusammen genossen. Am Praxistag nahmen neben LIFEstockProtect Partnerinnen und Partnern 12 Gatterwildbesitzer, Förster und Jäger sowie ein Tierparkinhaber teil. Beim Essen gab es rege Diskussionen über den Herdenschutz als Mitigationsmaßnahme gegen Risse.

Das Team bedankt sich herzlich bei den Teilnehmenden für ihre intensive Arbeit und ein besonderer Dank geht an Doris Wimmer für die perfekte Planung und Gastfreundlichkeit.

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