Hirtinnen beleben Tradition

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Das Hirtenwesen ist ein herausfordernder aber auch erfüllender Beruf, dem waren sich die vier Referentinnen der Konferenz “Hirtinnen in den Alpen – Einblicke in das Hirtenwesen” am 5. November einig. Die Arbeit einer Hirtin oder eines Hirten schützt die Tiere und bringt zahlreiche weitere Vorteile: Abstürze werden verhindert, Krankheiten versorgt und die Almflächen durch gelenkte Weideführung optimal bestoßen. Dies wiederum erhöht die Gesundheit des Bodens, verhindert Erosion und erhält die Biodiversität. Ein immer wieder aufkommendes Thema waren aber die Schwierigkeiten Arbeitskräften und Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu finden, sowie das Fehlen von angemessener Unterstützung von Seiten der Politik. Deshalb die Forderungen der Hirtinnen: gerechte Entlohnung und finanzielle Unterstützung für die Anstellung qualifizierter Hirtinnen und Hirten, sowie für die Anschaffung von zusätzlichen Herdenschutzmitteln. 

Vier Hirtinnen, vier Geschichten, vier Arbeitsmodelle

Nach einer kurzen Vorstellung des Projekts und der essentiellen Rolle der Hirtinnen und Hirten als Herdenschutzelement, berichteten vier Hirtinnen aus Österreich, Südtirol und Deutschland ausführlich über ihre Erfahrungen auf den Almen und beantworteten viele Fragen der mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Was herausstach: obwohl alle Referentinnen mit Weidetieren auf den Almen arbeiten, sind die zu Verfügung stehenden Mittel und Herangehensweisen sehr unterschiedlich.

Anna Huber, Quereinsteigerin in den Beruf, schilderte ihre Erfahrungen während eines ereignisreichen Sommers auf der Hochwipfelalm in Kärnten und wie sie mit Wind, Wetter und Blitzschlägen zu kämpfen hatte. Danach sprach Barbara Crea über die Revitalisierung traditioneller Landwirtschaft in Lessinia und den Einsatz von Herdenschutzhunden. Astrid Summerer schaltete sich direkt von der Transhumanz in Friaul zu, wo sie über das ganze Jahr hinweg mit ihren Kollegen und Hunden von Weide zu Weide zieht. Den Abschluss machte Christina Ziegerhofer mit der Vorstellung eines Projekts, das den Tourismus und die Behirtung am Hauser Kaibling kombiniert und auch von Koppeln gebrauch macht.

Sie haben die Konferenz verpasst?

Kein Problem! Sollten Sie es nicht geschafft haben an der Konferenz teilzunehmen, aber trotzdem interessiert sind an den Erfahrungen der Hirtinnen, dann können Sie sich die Aufnahme in Originalsprache ansehen. Auch das Interview mit Astrid Summerer steht Ihnen hier zur Verfügung. Außerdem können Sie auch die Präsentationen und die während der Konferenz gestellten Fragen und Antworten herunterladen:

LIFEstockProtect and pastoralism
Anna Huber
Barbara Crea
Christina Ziegerhofer
Q&A summary

Positives Feedback

Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer die sich die Zeit genommen haben um unsere Umfrage auszufüllen!

Danke für dieses Meeting, es gibt zu wenige davon. Andrea D.

Vielen herzlichen Dank für Ihre großartige Arbeit! Sehr gerne nehme ich auch in Zukunft wieder an Webinaren teil. Auch freiwillige Einsätze im Herdenschutz würden mich interessieren. Astrid K.

Vielen Dank für die tolle Arbeit und die regelmäßigen sehr guten Veranstaltungen. Ingeborg T.

Vielen Dank für ihr Engagement – wir sind bereits vernetzt und freuen uns auf mehr Austausch und Zusammenarbeit! Alexandra H.

Newsletter habe ich schon, gut wenn Frauenpower voran geht, besonders mal in Österreich. Frank L.

Thank you for highlighting this very interesting work in livestock and in the women who support this work. Showing young people, and women in particular, about the work and possible careers in this work is exciting to me. As in Europe, there are fewer people working in agriculture as in the US due to the pay, long hours, and isolation from technology and comforts. I think highlighting WHY this work is important is something I’m sure the LifeStockProtect organization is probably working towards.  The timing for me was very good even in the western US (early 6 am start) but still doable! Karen B.

Gelungen, Gratulation dieses Thema fachlich korrekt zu präsentieren und in der Diskussion um den Wolf eine brauchbare Anwendung gegeben zu haben. Karl W.

Sehr gutes Projekt, tolle Eindrücke zum Hirtenwesen, die mir zum Teil noch nicht bewusst waren. Saskia B.

Kontrastreicher Blick auf die Hirtinnen Welt. Vier interessante, spannende Vorträge/Kurzporträts. Die Thematik allgemein ist mir gut bekannt, weil ich selber als Hirte tätig bin, und das schon seit 26 Almsommern. Die Theorien übertünchen in den Debatten zumeist die Tatsache, dass es sich bei der Lebenswelt Alm immer um Individualität handelt. Letztlich ist keine Alm, keine Gegend, keine Hirtenkultur mit der anderen 1:1 vergleichbar, sondern eben sehr, sehr individuell. Das gilt auch für alle Hirtinnen und Hirten, von denen ich mehrere kenne, ein jeder hat seine eigene Geschichte, obwohl es sich um vermeintlich selbe Tätigkeiten handelt. Die vier unterschiedlichen vortragenden Hirtinnen bestätigen das. Ich finde es gut, wenn mehr und mehr praktisches Denken in die Thematik hineinkommt. Neben den vier Porträtierten heute fand ich die Einführung von Julia Ramsauer besonders erwähnenswert, dass deutete einige Male stark in Richtung praktische Herangehensweisen. Danke sehr! Peter G.

Sehr gelungen war die Auswahl der unterschiedlichen Hirtinnen in ihren unterschiedlichen Lebens-und Arbeitssituationen. Gerne nehme ich wieder an einem Webinar teil. Sibylle E.

Gute und wichtige Arbeit mit interessantem Programm und spannenden Menschen. Antje F.

Danke an alle Referenten und den authentischen Einblick in Ihre Berufserfahrung. Max D.

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